Dienstag, 24. Dezember 2013



Die gute Nachricht ist dass das Zelt den Sturm überstanden hat, den langanhaltenden und starken Regen leider nicht. Am Morgen wachten wir in einem vollkommen nassen Zelt auf. Alles war nass. Die Decke, die Kissen, die Schlafsäcke und natürlich wir auch. Rechts und links neben uns waren sogar noch Pfützen im Zelt. Ein nettes Geschenk zu Weihnachten. Ein Blick in die Wettervorhersage ließ unsere Pläne für heute wie eine Seifenblase zerplatzen. Eine weitere Regenfront näherte sich der Ortschaft. Im Regen schleppten wir unser Zelt zu der Campingplatzküche wo es ein kleinen Unterstand gab. Für den Weihnachtsfeiertage gab es immerhin ein besonders Frühstück, Schinken, Ei und Brot.
Ein wenig frustriert packten wir unsere Sachen und zogen weiter gen Norden. Gegen Mittag ging es erneut auf Campingplatzsuche. Mitten im Nirgendwo sollte es ein kostenlosen geben. Nur um zum Wallingat Nationalpark zu gelangen brauchten wir mehrere Stunden. Endlich angekommen verriet uns die Information (nur ein Infoschild) das der Campingplatz 10 Kilometer entfernt lag. 10 Kilometer Gravel Road bedeutet mit Georgi Stunden fahren und schlechter Straßenzustand. Leider merkt man erst mitten auf der Straße wie schlecht diese ist und so war das erste Stück ok. Je weiter wir in den Nationalpark kamen,  desto schlechter wurde die Straße. Und kurz vorm Ende kam eine fast unpassierbare Stelle. Bergab, auf der Straße riesige Steine und dazu ein vom Regen geschaffener Canyon. Mehrfach hörte man das abrutschen der Reifen und knacken von Steinen. Im Zickzack ging es auf der "Straße" immer hin und her. Der Canyon war mitten in der Straße und rechts und links war jeweils zu wenig Platz um auszuweichen. Also mittig drüber und hoffen dss Georgi ein größeren Reifenabstand hat. Das ist mit Abstand die schlimmste Straße die wir je hatten. Ob wir da wieder rauf kommen? Das ist eine Straße für Allradwagen!
Endlich waren wir am Wallingat Campingground und hielten um den Platz zu erkunden. So langsam wurde es dunkel und uns kamen Zweifel hier zu bleiben. Was ist wenn es über Nacht wieder regnet? Die Straße wäre dann erstrecht nicht mehr passierbar. Niemand könnte uns dann hier heraus holen. Wir entschlossen wieder zu fahren. Sicher ist sicher. Also ging es auf den Rückweg, ganz langsam. Leider wurde es wesentlich schneller dunkel als erwartet und so fuhren wir das erste Mal in völliger Dunkelheit. Nur mit Fernlicht konnte ich den Weg ansatzweise erkennen. Mitten in der Nacht kamen wir an der Information an und entschlossen hier zu bleiben. Zelt schnell aufgebaut und dann geht's schlafen. Hoffentlich werden wir hier nicht von einem Ranger geweckt und zur Kasse gebeten. Wild campen ist in Australien extrem teuer ... Auf jeden Fall war es die gruseligste Nacht von allen. Ständig flatterten große Vögel um unser Zelt und kämpften mit einem Tier auf dem Boden welches ständig knurrende Laute von sich gab ...




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