Samstag, 28. Dezember 2013

In letzter Zeit ist viel passiert und ich hab erst jetzt wieder die Möglichkeit ausführlich zu schreiben.

Es gibt viel neues, leider nicht nur positives. Ich fang am besten mit den nicht so schönen Dingen an:

Georgi:
Bisher fährt er wie in seinen jungen Jahren. Bisher haben wir über 7000 Kilometer zurück gelegt. Dennoch macht sich wohl der Anlasser seit einiger Zeit bemerkbar und es wird wohl bald Geld fließen müssen ... Bei dieser Gelegenheit müssen wir unser Motoröl wechseln lassen. Als wenn das nicht genug wäre, steht ein Kampf mit den Behörden an. In weniger als 2 Monaten verliert Georgi seine Straßenzulassung und wir müssen diese erneuern. Klingt einfach ... leider ist es das nicht:

Als erstes wird natürlich das Auto gecheckt, ähnlich wie beim deutschen TÜV. Wenn ich das als Laie beurteilen kann, könnte das unser Auto ein weiteres halbes Jahr schaffen (wenn alles so bleibt wie es ist). Sollten wir dies gemeistert haben, müssen wir nur noch die bürokratischen Hürden überwinden. Bei der Erinnerung an die Anmeldung des Autos in Goulburn, wo wir Hilfe von Urs bekommen haben, wird mir schlecht ... Anfang des nächsten Jahres wird dieses von uns in Angriff genommen werden. Das Problem an der Geschichte ist, dass wir in New South Wales bleiben müssen um es einfacher zu gestalten. Ansonsten müssen wir das Auto noch ab- bzw ummelden und weitere bürokratische Hürden überwinden. Ich bin mir sicher denen fällt viel ein womit sie uns ärgern können.
Bei jetziger Reisegeschwindigkeit sind wir nächstes Jahr allerdings schon in Queensland und müssten umdrehen. Die Entfernungen werden größer und den Sprit gibt's nicht umsonst und so müssen wir zeitnah arbeiten. Allein die Neuzulassung wird sicher um die 500 $ kosten. Es gibt also zwei Möglichkeiten:

A: fahren bis das Geld alle ist oder Georgi die Straßenzulassung verliert und dann Australien zu Fuß erkunden.
B: stoppen um Geld zu verdienen und in 4 Wochen die Neuzulassung in Angriff nehmen. Sobald wir die haben weiterfahren. Scheitert dies Möglichkeit A vollziehen.

Jobs:
Es ist in der Theorie recht simpel. Jobangebot haben, sich bewerben und den Job bekommen. In der Praxis gibt's immer ein Engländer der besser englisch spricht oder ein Asiaten der für weniger arbeitet. Außerdem sind wir zwei Personen ... es ist recht schwer ein Job zu zwei zu bekommen. Wenn ich ein Job hab und Micha nicht frisst dies genauso viel Geld als wenn keiner von uns ein Job hat und wir free campen (dazu unten mehr). Insgesamt ist das Thema recht Frustrierend. Es ist nicht so das man keine Jobs bekommt, es fehlt nur an bezahlten Jobs. So hat sich das Wwoofingbuch wirklich gelohnt aber von "Arbeit für Essen & Unterkunft" wird der Tank nicht voll.

Geld:
Beim Thema Geld sind wir echte Sparfüchse geworden. Seit Wochen geben wir für Georgi mehr Geld aus als für uns. So versuchen wir kostenfrei zu campen und zu duschen. In 3/4 der Fälle finden wir abends ein kostenfreien Campingplätze z.B. in einem Nationalpark. Zum duschen fahren wir regelmäßig Campingplätze an, welche eine kleine Gebühr verlangen.

Ferien:
Kurz vor Weihnachten haben die australischen Schulferien angefangen. Für uns ist das schlecht, weil wirklich alles teurer und voll geworden ist. Benzin 10-20 ct pro Liter oder Campingplätze um 50 %. So sollten wir in The Entrance für über 50 $ nur für ein Stellplatz für unser Zelt zahlen (20-28 $ ist normal).

Wetter:
Bisher war das Motto "immerhin ist es warm". Der Regen verfolgt uns seit Monaten durch ganz Australien. So wollten wir Anfang November nur das schlechte Wetter abwarten, als wir auf die Blueberryfarm gingen. 5 Wochen später waren wir immernoch auf der Farm ... Wir änderten unsere Pläne, denn im Norden war es heiß! Nachdem wir die Farm verlassen hatten gab es nur wenige Tage trockenes Wetter und schon war da der Regen. Aber immerhin ist es warm! Die letzten Tage waren endlich mal schön. Temperaturen über 30 Grad, ein leichter Wind und nur vereinzelt Wolken am Himmel.

Aber die beste Nachricht gibt's im nächsten Post ...

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