Freitag, 14. Februar 2014

What the fuck - im Puff Wwoofen Teil 2

Was kann diese Unterkunft oder diesen Job noch toppen?
Der Morgen fing genauso speziell an wie der Abend zuvor aufgehört hat. Aber der Reihe nach ...
Am Abend richteten wir uns im Zimmer etwas ein als plötzlich Musik aus den Boxen in unserem Zimmer kam. Ein weiterer Annäherungsversuch an die drei Mädels. Immer wieder versuchte er mit dummen Sprüchen und plumper Anmache bei denen zu landen. Damit mein Erfolg bei den Frauen größer wird zeigte er mir wie ich die Musikanlage bedienen kann. Danke Rainer! *augenverdreh*
Es ist schon sonderbar in so einem Raum zu schlafen aber immerhin gibt es bequeme Betten.
Durch die Hintertür ging ich in die Liebesgrotte. Nur hier war es erlaubt zu duschen. In der hinteren Ecke der Chakuzi, davor eine Massageliege und die Dusche. Von links nach rechts und vorn und hinten waren quer durch den Raum Seile gespannt. Drei mal dürft ihr raten wofür! Man sollte meinen, dass so eine Räumlichkeit eine gewisse Privatsphäre bietet aber Fehlanzeige. Selbst wenn man die Bathöhle mit der Drehtür verschließt ist diese noch einsehbar. Selbst in der Außenwand gibt es eine Art Guckloch von welchem man den Pool sehen kann. Oder auch umgekehrt ... Im allgemeinen bot die gesamte Anlage eigentlich keine Privatsphäre. Alles ist offen und einsehbar. Ist das der Grund warum wir in der Liebesgrotte duschen sollen? Mit einem "How are you going" wurde ich jedenfalls von dem Typen vom Abendessen aus meinen morgendlichen Gedanken gerissen. Ich unter der Dusche und er draußen vor dem Guckloch ... Jetzt verstand ich auch warum die anderen Mädels im dunklen geduscht haben ...
Beiläufig erfuhren wir von einer geplanten "Funparty" am Samstag. Aus diesem Grund sollten wir unser Zimmer räumen, in eine Autogarage ziehen und uns dann verdünnisieren. Nur wenn wir auch nackt wären dürften wir mitfeiern. Eine Funparty? Offenbar konnte er unsere Fragezeichen in den Augen sehen und so erklärte er uns ausführlich was darunter zu verstehen ist. Jeder mit jeden, so oft es geht und ohne Hemmungen - eine Swingerparty. Immer wieder versuchte er uns mit seinen Storys zu überreden zu zusagen. Spätestens hier war es Zeit unsere Sachen zu schnappen und das Weite zu suchen.

Für mich als Mann ist das Thema wohl eher lustig aber ich kann jede Frau verstehen die sich hier als Spielzeug missbraucht fühlt. Ständige Andeutungen, Annäherungsversuche und Nötigung Dinge zu tun machen den Aufenthalt wohl eher anstrengend. Dazu ein rauer Befehlston und Ansprüche die kaum zu erfüllen sind. Kleinste Verstöße gegen erfundene Regeln führen zu Geldstrafen und machen dieses zu einem Verlustgeschäft in jeder Hinsicht. Ich muss an dieser Stelle all die Blogbesucher enttäuschen, die gehofft haben mehr Details zu erfahren - wir sind abgereist.

Wer allerdings glaubt es wäre verlorene Zeit gewesen oder gar alles schlecht der irrt. Wer kann schließlich behaupten in einer Liebesgrotte geduscht zu haben ... :D






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