Mittwoch, 2. April 2014

Auf dem Weg gen Süden

Erst nach einer halben Stunde Wartezeit öffnet der Flughafen seine Türen. Noch knappe drei Stunden zum Abflug ... Es fühlt sich komisch an dir letzten Momente am gemeinsam am Flughafen zu verbringen. Erst jetzt wird mir wirklich bewusst das unser Roadtrip nun zuende ist. 18000 Kilometer voller unbezahlbarer Erfahrungen, Erlebnisse und Abenteuer. Als ob es gestern war erinnere ich mich an unser erstes Treffen in Sydney, unser erstes Farmerlebnis in Goulburn, die ersten sehr kalten Nächte im Zelt, nasse Nächte und Knochenjobs ... Wie ein Film fliegen mir all die Bilder zu. Abschiede sind immer schwer aber Abschiede von Freunden sind wohl am schwersten.
Die folgenden 12 Stunden verbringe ich im Auto Richtung Süden. Immer gerade aus und das gewohnte Nichts, welches mir genügend Zeit gibt um die letzten Tage und Wochen gedanklich zu verdauen. Eine kleine Ablenkung bietet meine Mitfahrerin die gemeinsam nach Adelaide fahren möchte.

Erst am späten Abend erreiche ich Coober Pedy und lande auf einem Campingplatz in der Stadt. Wenige Augenblicke nachdem mein Zelt aufgebaut ist und ich darin liege, bricht ein Sandsturm über mich herein. Mit einem Schlag ist es stockdunkel und heftige Winde wehen feinsten Flugsand in jede Spalte. Schon nach kurzer Zeit gibt mein Zelt nach und ich finde mich, wie ein Fisch im Netz, in Zeltplanen wieder. Eilig parke ich Georgi um, ramme zusätzliche Erdnägel in den Boden und quetsch das Zelt zusätzlich zwischen eine Steinmauer.



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