Donnerstag, 3. April 2014

Böses Erwachen

Wie aus einem hundertjährigen Schlaf erwacht rieselt der Sand am Morgen von mir herunter. Wirklich alles ist mit einer feinen Sandschicht bedeckt, selbst im Auto selbst. Alles reibt und knirscht und so geht es als erstes unter die Dusche. Zurück am Auto marschiert Sara geradewegs an mir vorbei, wirft mir neben wüsten Beschimpfungen einige Sachen entgegen. Was ist denn hier kaputt? So überraschen und schnell der Moment gekommen ist, war er auch schonwieder vorbei. Erst beim zusammenpacken bemerke ich das Karten, Lebensmittel, Speicherkarten und Geld fehlen. Zudem hat sie den Campingplatz und das Benzin nicht bezahlt. ******** ! Natürlich hatte ich weder Nachnamen noch Telefonnummer, ganz schlau. Die Polizei wird ganz sicher in Australien nach einer Sara aus Südafrika suchen ... (wenn das überhaupt stimmen sollte) Hoffentlich kommen solche Leute mal selbst in solch eine Situation.

Trotz des noch vor mir liegenden Weg von knapp 600 Kilometern, entschied ich mich die Stadt alleine anzuschauen. Coober Pedy ist die "Opalhauptstadt" der Welt. Auch heute wird noch werden hier jede Menge Opale gefunden und weiter verkauft. Daneben ist wohl der Tourismus die größte Einnahmequelle der Stadt. An jeder Ecke können Schmuck und Opale angeschaut und gekauft werden.

Das besondere in Coober Pedy sind allerdings die Häuser der Stadt. Viele Bewohner der Stadt leben nämlich in alten Opalminen unter der Erde. Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt wirkt alles normal. Straßen, oberirdische Gebäude und dazu jede Menge Werbeschilder. Erst beim durchfahren der Straßen fällt auf, dass viele Gebäude an Berghänge gebaut wurden. Ein Motel, verschiedene Kirchen oder sogar ein Campingplatz befinden sich in ehemaligen Bergstollen. Ich gönne mir eine Tour durch eine "aktive" Opalmine und eine unterirdische Wohnung. Für schlappe 10 $ gibt es jede Menge alte Geschichten und Erzählungen aus den ersten Tagen. Nach einer Stunde ist der Spaß auch schon vorbei und ich sprinte zu Georgi. Jetzt schnell weg hier bevor es zu spät wird. Bei heftigen Winden und Regen unterbreche ich schon nach 4 Stunden meine Fahrt gen Süden. Bis zum Einbruch der Nacht warte ich auf besseres Wetter, leider vergeblich. Eiskalter Wind und der Regen überzeugen mich dann doch im Auto zu schlafen.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen