Dienstag, 22. Juli 2014

Der lange Weg der Kartoffel II

Mit den letzten Unterschriften besiegelte und beendete ich mein freies Leben. Ab jetzt bin ich eine organische Maschine ohne große rechte oder betriebswirtschaftliches Humankapital. Es ist einfacher aufzuzählen was erlaubt war, als das was verboten ist - Arbeitssicherheit!

Mit einer leuchtend orangen Warnweste am Körper ging es nun endlich in Richtung Produktionshalle. Direkt am Eingang, die Station mit der "Hygieneausrüstung" - Oropax, Gummihandschuhe, Armschutz und Haarnetz. Wie Lemminge folgte die Belegschaft den Fußwegen, welche mit gelben Linien auf dem Boden markiert sind. Links die einzelnen Maschinen, rechts die Straße für die Gabelstapler und in der Mitte, der vielleicht 1 Meter breite Fußweg. Wir passierten den Bereich für die Zwiebel und den Pre-Pack, in dem kleine Kartoffelsäcke in Plastikkisten gestapelt werden. Wie in einem Ameisenhaufen herrschte geschäftigen Treiben. Wie in einer endlosschleife Kisten bauen, befüllen und auf eine Palette stapeln.

Ich hingegen kam zur Station B1, welche wohl einer der "besten" Arbeitsplätze in der Halle ist. Nicht zu schnell, sehr zuverlässig und eine höhenverstellbar Plattform zum stapeln von Kisten und Säcken.

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